Es geht wieder los!

Ab 1. Juli fahren wir wieder hinaus zu den Walen und Delfinen. Wir freuen uns, Sie bald bei uns begrüßen zu dürfen und wünschen Ihnen jetzt schon einen entspannten Urlaub. Informationen zu den notwendigen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen finden Sie unter Ausfahrten.

Bis bald in Tarifa, Katharina Heyer und das firmm-Team

Der Überlebenskampf eines Großen Tümmlers

von firmm Team

Text: Eleonore Op De Beek Roosens, Veterinärin bei firmm, Fotos: firmm

Auf der 16 Uhr Ausfahrt vom 28. Juli wurden wir wieder einmal Zeuge davon, wie brutal die Natur sein kann.

Wir trafen auf eine Gruppe Grosser Tümmler. Eines der Tiere fiel uns gleich auf, denn es hatte, so wie es schien, einen Tumor am Blasloch. Er war auffallend kleiner als die anderen Jungtiere der Gruppe und hatte ganz offensichtlich Probleme zu atmen.

kranker Tümmler

Die Grösse des Tumors an dieser Stelle lässt das Tier nicht richtig atmen, denn die Atemwege werden so durch den Tumor blockiert.

Aus Studien geht hervor, dass manche wilde Delfine, sogenannte gutartige Tumore auf der Haut und den Schleimhäuten haben. Sollte dieser Tumor aber bösartig sein, gehen wir davon aus, dass dieser Delfin an einem langen und qualvollen Tod durch Ersticken sterben wird.

Dieser angeschlagene und kranke Delfin muss offensichtlich auch von seinen Artgenossen attackiert worden sein; denn er weist, vorallem an seiner Rückenfinne, Verletzungen auf, die nach Bisswunden aussehen.

kranker Tümmler

Er schwamm immer neben einem grösseren Delfin von dem wir annehmen, dass es seine Mutter ist. Denn sie versuchte die ganze Zeit, den kleinen zu beschützen. Ein grosses Männchen versuchte immer wieder das kranke Jungtier zu ertränken.

kranker Tümmler

Auch wenn es unglaublich brutal schien und für uns definitiv nicht einfach war mitanzusehen, war es doch sehr interessant zu beobachten, wie die Natur mit einer solchen Situation umgeht. Kranke und angeschlagene Tiere werden attackiert und getötet, am Schluss bleiben nur die stärksten übrig und garantieren so gesunde und starke Nachkommen.

Als eine Stiftung, die zum Schutz der Meeressäuger arbeitet, würden wir am liebsten genau solchen Tieren helfen. Aber diese Tiere sind geschützt und selbst mit den besten Absichten ist es uns nicht erlaubt, in die Natur einzugreifen.

Einmal mehr fanden wir uns so inmitten eines brutalen Naturschauspiels wieder, mit der Frage nach richtig oder falsch, auf der Suche nach Fairness. Denn so fest wir diesem wundervollen Tier auch helfen wollen, es übersteigt unsere Grenzen. So können wir nur zusehen und hoffen, dass dieser kleine Delfin nicht allzu lange leiden muss.

kranker Tümmler

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