Es geht wieder los!

Ab 1. Juli fahren wir wieder hinaus zu den Walen und Delfinen. Wir freuen uns, Sie bald bei uns begrüßen zu dürfen und wünschen Ihnen jetzt schon einen entspannten Urlaub. Informationen zu den notwendigen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen finden Sie unter Ausfahrten.

Bis bald in Tarifa, Katharina Heyer und das firmm-Team

Über zwei Wochen Urlaub mit den Walen und firmm

Text: Jette Linsener

Rund sechs Wochen ist es nun her, dass ich mit Blitz und Donner eines gewaltigen Unwetters in Berlin landete, angefüllt mit einzigartigen, wundervollen Eindrücken meines Aufenthalts in Tarifa. Es war eine sehr intensive Zeit für mich begleitet durch zwei Wochen Wal- und Delfin-Beobachten bei firmm.

Doch fange ich von vorn an.

Zuallererst möchte ich all jenen Mut machen, die zögern, ob sie allein an einem solchen Kurs von firmm teilnehmen sollten. Tut es, ihr werdet es nicht bereuen! Ich genoss die Zeit für mich, traf zudem durchweg sympathische Leute auf dem Boot, im Kurs oder im Ort. Man sieht sich wieder oder nicht, Tarifa ist ein munteres buntes Städtchen.

Ich kam dort am 17. Juni 2012 an, vom Flughafen Malaga abgeholt durch einen firmm-Volontär. Am Abend wurden wir KursteilnehmerInnen von Katharina durch die Altstadt und an den Hafen von Tarifa geführt und am Montag ging es dann richtig los.

Wir fuhren in der Regel zweimal täglich mit dem Boot aufs Meer, wenn das Wetter – hauptsächlich der starke Wind - es nicht zuließ, gab es ein Alternativprogramm. Das Besondere bei firmm ist es, dass die Touristen und noch viel intensiver die Studis Vorträge über die Wale bekommen, also auch Einblicke in Leben, Arten, Vorkommen, Gefährdung der Tiere. Im Fokus steht dabei immer das Wohl der Meeressäuger.

Jede Ausfahrt war anders und es wurde nie langweilig, der Anblick und das Beobachten der Wale machten einfach nur glücklich, es sind unvergessene Momente. Dazu das Meer, der Strand, die Sonne, die Gelassenheit des Südens – ich spürte, wie Tag für Tag ein Stück aufgebaute Großstadtmauer bröckelte und einfiel. Irgendwann fühlte ich mich nur noch frei und entspannt.

Ich hatte das wirklich große Glück, in 18 Tagen die hauptsächlich bekannten Walarten zu sehen, die in der Straße von Gibraltar beheimatet sind oder diese passieren.

In den ersten Tagen kamen die Grindwale besonders dicht ans Boot, einer drehte sich am Bug auf den Rücken und gerade, als ich den weißen Bauch bewunderte, klatschte er mir mit der Fluke Wasser ins Gesicht. Ich freute mich sehr über diese persönliche Begrüßung. Diese Tiere hatten es mir besonders angetan. Weiter kamen uns die großen Tümmler, gestreiften und gewöhnlichen Delfine vor Augen und Kameralinsen, immer mal wieder mit ihren Jungen ziemlich dicht am Boot, auch sahen wir des Öfteren Pottwale und sogar Finnwale.

Man kann es nicht in Worte fassen, was in solchen Augenblicken mit einem geschieht, es ist einfach nur verzaubernd und glücklich machend und im Wahrsten Sinne des Wortes gigantisch.

Manchmal sah ich eine Meeresschildkröte im klaren Wasser, etliche Male die imposanten Mondfische und auch Thunfische in weiterer Entfernung, die aus den Fangnetzen wieder entlassen werden mussten, weil die Fangquote erreicht wurde.

An meinem letzten Tag dann die große Überraschung, insgeheim wünschte ich es mir sehr, hielt es jedoch nicht für möglich: Schon am 4. Juli tauchten die ersten Orcas auf! Was für ein Fest! Sie schwammen direkt neben unserem Boot, es sah so unwirklich aus, dass ich dachte, ich träumte. Es war ein so schönes Gefühl, nun auch diese großen Meeressäuger begrüßen zu dürfen. Sie sehen aus wie angemalt.

Dafür und überhaupt für den herrlichen Urlaub bin ich all jenen dankbar, die ihn mir in dieser Weise ermöglichten, allen voran Katharina und ihren tollen Leute, die bei firmm tätig sind und eine wunderbare und so wichtige Arbeit leisten. Ich erfuhr fürsorgliche und geduldige Unterstützung bei Fragen auch übers Kursprogramm hinaus, z.B. zum Mietwagen, Marokkoausflug, zur Unterkunft.

Mit meiner letzten Ausfahrt fuhr ich als Guide auf dem Boot hinaus, ein schöner Abschied, doch fiel er mir damit nicht leichter.

Wieder in Berlin war es nicht einfach in den Alltag anzukommen. Ich bekam oft zu hören, dass mein Strahlen und die Begeisterung beim Erzählen, die Fotos und kleinen Filmchen meine Gegenüber dazu bewegen könnten, sofort eine Reise nach Tarifa anzutreten. Ich denke, dass sich einige davon wirklich aufmachen werden. In meiner Planung ist das ganz fest drin, wieder die Wale und firmm zu besuchen. Bis bald, auf Wiedersehen!

Jette

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