Es geht wieder los!

Ab 1. Juli fahren wir wieder hinaus zu den Walen und Delfinen. Wir freuen uns, Sie bald bei uns begrüßen zu dürfen und wünschen Ihnen jetzt schon einen entspannten Urlaub. Informationen zu den notwendigen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen finden Sie unter Ausfahrten.

Bis bald in Tarifa, Katharina Heyer und das firmm-Team

Meeresschildkröte an Board der firmm Spirit

von firmm Team

Text: Veronika Freundl, Volontärin von firmm; Fotos: firmm

21.05.2013. Heute Morgen brachen wir mit unserem Boot Spirit im Hafen von Tarifa auf und es versprach eine ruhige Ausfahrt zu werden. Es hatte aufgehört zu regnen, war fast windstill und die Wasseroberfläche war so ruhig wie seit Tagen nicht mehr. Das Wasser glänzte und die einzige Welle der wir begegneten, war die eines großen Containerschiffes. Aufgrund des ruhigen Seeganges waren heute besonders viele marokkanische Fischerboote zu sehen. Kaum hatten wir die ersten kleinen Fischerboote passiert, tauchten vor uns eine große Familie von Grindwalen und einige Große Tümmler auf. Die Tiere wirkten sehr gelassen, lagen an der Wasseroberfläche und schienen das ruhige Meer zu genießen. Genauso wie der Pottwal, den wir wenig später ein Stück weiter westlich beobachten konnten und der beim Abtauchen seine Fluke in voller Pracht zur Schau stellte.

Auf einmal zeigte sich ein weiteres Tier, eine Meeresschildkröte trieb an der Wasseroberfläche dahin. Wir beobachteten sie - zwar lag sie waagrecht im Wasser, aber sie bewegte sich kaum und irgendetwas schien mit ihr nicht in Ordnung zu sein.

Verletzte Meeresschildkröte Die Schildkröte wird an Board geholt 

Wir beschlossen, sie genauer anzuschauen. Pedro, einer unserer Matrosen, brachte das Tier mit einem Kescher an Board. Es handelte sich um eine männliche Unechte Karettschildkröte (Caretta Caretta) von etwa 80 cm Länge.

Unechte Karettschildkröte an Board der Spirit Verletzung 

Die Schildkröte hatte eine Verletzung am linken Unterkiefer und blutete. Da die Verletzung frisch und das Tier sehr müde wirkte, deckten wir die Schildkröte mit feuchten Tüchern ab und nahmen sie mit zurück nach Tarifa. Wir hatten bereits eine Tierärztin informiert, die uns im Hafen von Tarifa erwartete und die Schildkröte inspizierte. Ihre erste Diagnose war, dass sich das Tier womöglich einen Bruch im Unterkiefer zugezogen hatte. Ob darüber hinaus Angelhaken oder Plastikteile mit im Spiel waren, war ungewiss. Die Abschürfungen am Ende des Panzers waren laut Tierärztin schon etwas älter und für die Schildkröte unproblematisch.

Die Tierärztin nahm die Schildkröte mit nach Algeciras, wo sie noch einmal untersucht und gesund gepflegt wird. Wir sind zuversichtlich, dass die Meeresschildkröte überleben wird und bald wieder in die Freiheit entlassen werden kann.

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