20. firmm-Treffen am 17. Februar 2018 in Aarau

von Thomas Brückmann

Text: Andrea Stampfli; Fotos: Christine Schmid und Thomas Brückmann

Das alljährliche firmm-Treffen stand unter einem ganz besonderen Stern. Die Stiftung feiert dieses Jahr ihr 20-jähriges Bestehen! Deshalb sind auch sehr viele Leute erschienen, um dieses Jubiläum gemeinsam zu feiern und die langjährige Arbeit von firmm zu würdigen.

Kurz nach 17.00 Uhr begrüßt Katharina die zahlreich erschienenen Wal- und Delfinfreunde zum 20. firmm-Treffen. Insbesondere heißt sie die Mitglieder des Stiftungsrates und die Gäste welche von weit her angereist sind (Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien) willkommen. Auch dieses Jahr sind Jörn Selling, der Biologe von firmm, sowie weitere drei deutschsprachige Mitarbeiterinnen extra aus Spanien angereist. Die Bootscrew lässt herzlich aus Tarifa grüßen.

Danach heißt auch Stiftungsrat Samuel Notz alle Anwesenden willkommen und erklärt den weiteren Ablauf des Treffens. Er erzählt wie er damals schmunzeln musste, als ihm 1998 seine Mutter, Katharina von ihrem Vorhaben erzählte, in Tarifa etwas zum Schutz der Wale und Delfine aufbauen zu wollen. Er meint aber spätestens mit der Verleihung des Ehrendoktortitels der Universität Basel an Katharina sei ihm nun aber das Schmunzeln vergangen.

 

20. firmm-Treffen wird mit Begrüßungsworten von Samuel Notz eröffnet Die Verleihung der Doktorwürde an Katharina Heyer im Kurzfilm 

 

Ein Kurzfilm lässt alle an der Verleihung des Ehrendoktortitels an Katharina und somit einem unbeschreiblichen Moment teilhaben. Alle Leute im Saal klatschen. Dass Katharinas Ehrung zwischen derjenigen von Roger Federer und dem Präsidenten der Nationalbank erfolgte, zeigt wie toll ihr Werk ist!

 

Verleihung des Ehrendoktortitels der Universität Basel - Prof. Dr. Patricia Holm

Auch Frau Prof. Dr. Patricia Holm lässt es sich trotzt vollem Terminkalender nicht nehmen am firmm-Treffen persönlich näher über die Verleihung des Ehrendoktortitels an Katharina zu informieren.

Die Verleihung des Ehrendoktortitels der Universität Basel erfolgt immer ein Mal im Jahr und zwar jeweils am letzten Freitag im November. Der Titel wird nur verliehen, wenn sich mindestens 2/3 der Mitglieder der jeweiligen Fakultät dafür aussprechen. Meist werden nur ein bis zwei Ehrendoktortitel pro Jahr unter den vorgeschlagenen Personen vergeben. Da es alles andere als üblich ist diese Auszeichnung zu erhalten, ist Frau Prof. Dr. Holm deshalb sehr stolz.

Die Universität Basel wurde 1460 gegründet und ist somit die älteste Universität der Schweiz. Ursprünglich bestand die Universität aus den Fakultäten der Theologie, Jus, Medizin und Ars. Später sind dann noch die philosophisch-naturwissenschaftliche Fakultät, die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät und die Fakultät für Psychologie hinzugekommen.

Der "Dies Academicus" genießt in Basel einen sehr hohen Stellenwert und untersteht nach wie vor einem sehr traditionellen Ablauf. In traditioneller Robe und Stolen in der Farbe der entsprechenden Fakultät zieht das Pedell der Universität als Umzug durch die Stadt zur Martinskirche, welche bereits prall gefüllt ist mit geladenen Gästen und Zuschauern.

 

Frau Prof. Holm erklärt den Dies academicus Katharina zusammen mit Dekan Prof. Martin Spiess und Rektorin Prof. Andrea Schenker 

 

Dort erfolgte dann auch die Ehrenpromotion von Katharina Heyer, zur Ehrendoktorin der naturwissenschaftlichen Fakultät Basel durch den Dekan Martin Spiess.

Frau Prof. Dr. Holm ließt die vollständige Ehrung vor. Sie dankt Katharina nochmals herzlich für die geleistete Arbeit und beendet ihre Ausführungen mit den Worten "Katharina du hast es wirklich verdient".

 

Du hast es wirklich verdient 

 

Bucht von Algeciras, SABA (System zum Festmachen von Schiffen in der Bucht von Gibraltar) - Jörn Selling, Meeresbiologe von firmm aus Tarifa

Jörn erzählt uns zuerst etwas zur geschichtlichen Entwicklung der Bucht von Gibraltar. Er will damit aufzeigen, dass nicht nur die industrielle Nutzung sondern auch die Vergangenheit eine Gegend aufwerten und diese schützenswert machen kann.

Die Bucht von Gibraltar befindet sich nicht weit von Tarifa. Mit Hilfe von Karten zeigt Jörn auf, wie die Bucht während der Eiszeit ausgesehen hat. Damals war der Meeresspiegel viel tiefer und anstelle des Meeres führte ein grosser Fluss durch die heutige Bucht ins Landesinnere. Die berühmten Gorham Höhlen unter dem Felsen von Gibraltar waren noch weit vom Ufer entfernt und dienten den Neandertalern als Wohnort. Dort wurden auch Knochen von Delfinen gefunden, was darauf hindeutet, dass Delfine vom Neandertaler gejagt oder zumindest gestrandete Tiere verspeist wurden.

Jörn Selling stellt das SABA-Projekt vor Die Meerenge von Gibraltar mit der Bucht 

Danach wurde die Gegend von der ersten libyschen Hochkultur den Tartessos besiedelt. Diese verschwand 500 v. Ch. plötzlich von der Bildfläche. Ihre Tempel welche oft in den Sümpfen gelegen sind, haben sie versiegelt. Und so wurden viele Zeitzeugen erhalten.

Die Bucht mit dem Felsen von Gibraltar Die ehemaligen Feuchtgebiete 

Die filtrierenden Feuchtgebiete an der Küste von Algeciras blieben bis in die späten 60er Jahre weitgehend unberührt. Infolge der zunehmenden Industrialisierung ab den 70er Jahren verschwanden Dünen, Brackwasserbereiche und Sümpfe. Planlose Trockenlegungen und Auffüllungen führten zu einer fehlgeplanten Stadt-Entwicklung.

Nur dank kleinen Bauern, die sich wehren und mit viel Herzblut um ihre Äcker kämpfen, existiert noch ein ansonsten ungeschützter Restbestand entlang des Rio Palmones. Es ist jedoch geplant auch noch die letzten freien Abschnitte zu bebauen.

Entlang der Küste wachsen die in Europa einheimischen Seegraswiesen, welche den Meeresboden und somit auch die Strände stabilisieren. Ausserdem filtern und reinigen sie das Wasser und bieten unzähligen Lebewesen Lebensgrundlage und Schutz. Sie sind von unschätzbarem Wert. Während die Posidonia oceanica in die Höhe wächst und sich dort tausendjährige "Riff-Barrieren" bilden, formt die Cymodocea nodosa Teppiche in Terrassen-ähnlicherer Struktur. Dort könnte z.B. auch geschnorchelt werden und so Einnahmen generiert werden. Der Wert eines Hektars Seegraswiese entlang der Andalusischen Küste für Fischerei und Tourismus wird auf € 40.000 geschätzt.Der Boden wird jedoch durch die immer zahlreicheren Ankerungen zerstört. Wenn ein Schiff seinen Anker wirft zieht es diesen zuerst eine grosse Strecke dem Boden entlang, bis der Anker auch greift. Dadurch entstehen riesige Schneisen quer durch die Wiesen. Zurück bleibt aufgewühlter Boden und Zerstörung.

Die Anker der großen Schiffe zerstören nach und nach die Seegraswiesen 

Neben zahlreichen kleineren Tieren lebt auch der gewöhnliche Delfin in der Bucht. Seit 2003 wird der Bestand der gewöhnlichen Delfine auf der roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten als im Mittelmeer gefährdet eingestuft. Mit der Zerstörung der Seegraswiesen wird auch den Delfinen die Lebensgrundlage entzogen. Es fehlt an Nahrung. Jörn hat von den Fischern gehört, dass früher Finnwale in die Bucht geschwommen sind, um Krill zu fressen. Heute passiert das nicht mehr.

Gemäß Katharina waren die gewöhnlichen Delfine zu Gründungszeiten der Stiftung (1998) noch zahlreich anzutreffen. 10 Jahre lang ist firmm, wenn ein Ausfahren in Tarifa nicht möglich war, mit den kleinen Booten in der Bucht gefahren. Nach einer Pause seit 2014 ist firmm im letzten Jahr wieder in der Bucht ausgefahren.

Erlebnisse auf der Ausfahrt zeigten auf, dass die Delfine der Bucht dringend Hilfe brauchen. Es ist noch nicht an der Zeit sich auf den bisherigen Erfolgen auszuruhen.

Wie kann also die Lage der Delfine verbessert werden? Obwohl durch die alten Flusstäler Guadarranque und Palmones ein Wasseraustausch stattfindet, fehlen weitgehend die Feuchtgebiete die das Wasser filtern. Die Gebiete wurden ausserdem vielfach mit Sondermüll aufgeschüttet. Was bleibt sind noch die Seegraswiesen entlang der Küsten, die es zu schützen und zu entlasten gilt. Ein Ansatz besteht bereits darin, dass das Gebiet von der EU als für die Restaurierung natürlicher Lebensräume wichtig erklärt wurde und auch per spanischem Gesetzt als "in großem Masse zur Erhaltung oder Restaurierung der verschiedenen Lebensräume in ihrem natürlichen Umfeld beitragend" erklärt, so dass eine Pflicht besteht die Orte vor Zerstörung zu schützen. Was jedoch im Meer geschieht muss angegangen werden, da es meist niemanden interessiert. Die grossen Öltanker, die Raffinerien und restlichen Frachtschiffe zu verbieten ist keine realistische Lösung. Es können jedoch alternative Ankermöglichkeiten für die Schiffe aufgezeigt werden. Eine ideale Möglichkeit wäre die Australische Schraube. Diese wird fest im Boden verankert. Bojen kennzeichnen dann die Kette und verhindern, dass diese am Boden hin und her schwankt. So können sich die Schiffe gut festmachen. Auch Betonblöcke die versenkt werden, können hierfür verwendet werden. Allerdings müsste hierfür ein Beton von guter Qualität verwendet werden (z.B. wie die alten Römer dies taten), damit keine Giftstoffe abgegeben werden. Jörn hat bereits erste Berechnungen gemacht, wie gross so ein Betonklotz für die massigen Lastschiffe sein müsste. Es bräuchte allenfalls auch ein Service mit kleinen Schiffen, die bei der Ankettung an die Bojen behilflich sind. Sicherlich wäre dies ein guter Lösungsansatz. In anderen Hafen wurde bereits dokumentiert, wie sich das Seegras um die Betonblöcke gut erholt hat.

Das alles steckt aber noch in Kinderschuhen. Es ist noch viel Recherchearbeit nötig. Fragen wie: "wie lange Ketten? Austauschbare Kettenglieder? Material? Vorgehensweise? Wie Projekt genau gestalten?, etc." müssen noch geklärt werden.

Ein Vorteil ist im Moment, dass der Hafen ausgebaut werden soll. Die EU schreibt in diesem Fall vor, dass für den dadurch entstehenden Schaden Ersatz geschaffen werden muss. Mit alternativen Ankermöglichkeiten könnte man die auf der roten Liste stehenden gewöhnlichen Delfine schützen, den Fischbestand für die Fischer und die Delfine durch bessere Wasserqualität (Seegras filtert) erhöhen. firmm müsste den Start lancieren und finanzieren. Unterwasseraufnahmen könnte die EU finanzieren. Danach könnte die Finanzierung durch die 3 größten im Hafen ansässigen Organisationen gewährleistet werden.

Einst gab es in der Bucht von Algeciras eine unglaublich reichhaltige Tierwelt. Trotz all der Verschmutzung und Zerstörung in den letzten Jahren ist es ein Wunder, dass die Delfine noch immer in der Bucht sind. Die Frage stellt sich daher bloß ob firmm für die Delfine der Bucht Energie und Geld investieren soll. Das Projekt steht noch ganz am Anfang.

 

www.firmm.education - Thomas Brückmann

firmm-education - Wieso überhaupt 2 Homepages?

In den letzten Jahren haben viele Studenten und Wal- und Delfinfreunde sehr informative und mit viel Liebe und Engagement gestaltete Abhandlungen, Vorträge, etc. rund um das Thema Meeresbewohner und deren Schutz angefertigt. Diese Arbeiten sollten für alle Interessierten zugänglich sein.

Thomas Brückmann stellt die neue Homepage firmm.education vor Die Homepage unterteilt sich in zwei Hauptbereiche  

Die Homepage ist in 5 Bereiche eingeteilt. Dem Bereich "education" unterstehen 11 Themenbereiche unter denen jeweils Informationen, Tipps und Links zu anderen sozialen Medien zum entsprechenden Thema zu finden sind. Interessierte können so leicht intensivere Recherchen betreiben.

Auch zum Thema "was kann ich tun? Wie kann ich helfen?" finden sich Tipps und Anregungen auf der Homepage.

 

Vorstellen des Stiftungsrates, des Mitarbeiter-Teams und der Volontäre in der Saison 2017 - Katharina Heyer

Katharina bedankt sich beim Stiftungsrat, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, allen Volontärinnen und Volontären und allen die zu einer erfolgreichen Saison 2017 beigetragen haben für die geleistete Arbeit.

Insbesondere erwähnt sie die Entwicklung und Relevanz der Homepage www.firmm.org, welche 9 % mehr Klicks und 7 % mehr feste Besucher aus diversen Ländern aufwies. Auch der Newsletter erfreut sich mit 10'000 deutschen, 2'000 englischen und 250 spanischen versandten Exemplaren immer größerer Beliebtheit.

Die letzte Fahrt fand in diesem Jahr am 5. November 2017 statt.

 

Sketch "ein Tag eines Volontärs bei firmm" - Adna und Daniel

Adna und Daniel lockerten den Abend mit ihrem unterhaltsamen und sehr amüsanten Sketch "ein Tag eines Volontärs bei firmm" auf. Es wurde viel Genickt, Gelacht und zum Schluss Geklatscht im Saal!

Daniel und Adna parodieren ein Tag im Leben eines firmm-Volontärs Großer Applaus für Daniel und Adna Großer Applaus für Daniel und Adna 

 

Rückblick auf die Saison 2017 - Katharina Heyer

Nach einer Pause mit feiner Verköstigung wahlweise Cannelloni, Suppe, Salat oder Käseplatte und einem zum Jubiläum offerierten Dessert ging es mit dem Rückblick auf die vergangene Saison weiter.

Katharina beginnt den Rückblick mit einem Lied (Nachricht vom Wal, Silent Gal), in welchem die Pottwalin "Mondrino" mit uns spricht.

Die Lyriks von Whale Tidings von Silent Gale 

Danach erklärt Katharina nochmals allen wo Tarifa liegt, welche Gegebenheiten Tarifa so speziell machen, wo firmm seine Büros, etc. hat und was mit der Forschung erreicht werden konnte (unter anderem, dass die neue Fährlinie nicht bewilligt wurde).

Trotz gut 3 Monaten Wind (insgesamt 97 Tage ohne Ausfahrt) und dank den grossen Booten konnten im Jahr 2017 erneut mehr Touristen (27'830) mit firmm ausfahren. 228 Studies nahmen an einem Wochenkurs teil. Somit konnte der Stand früherer Jahre wieder erreicht werden. Ca. 1'500 Charlas in mehreren Sprachen wurden von den Volontärinnen und Volontären abgehalten.

Es wurden 706 Grindwal-, 375 grosse Tümmler-, 249 gestreifte Delfin-, 98 gewöhnliche Delfin-, 197 Pottwal-, 53 Orca- und 25 Finnwalsichtungen gemacht. Es hatte also nach dem Rekord-Pottwal-Jahr 2014 wieder etwas weniger Pottwale. Die leicht niedrigere Anzahl von Orcasichtungen im Vergleich zum vergangenen Jahr ist sicher auch auf das schlechte Wetter zurückzuführen.

Im Jahr 2017 wurden 400 Patenschaften abgeschlossen, wobei Baby Wilson immer noch weitaus am beliebtesten ist.

Fazit es gab zwar weniger Fahrten aber es konnten dank dem größeren Boot auch mehr Leute befördert werden, was ja auch der Zweck des Bootes war (weniger Fahrten = weniger Störung). Katharina zeigt uns Bilder und Filme aus der Saison 2017 zu all den Tieren.

 

20-jähriges Jubiläum - Katharina Heyer

Seit 20 Jahren gibt es nun schon ein Büro von firmm in der Altstadt von Tarifa. Aus einer alten, verrauchten Bar ist die erste Niederlassung in Tarifa entstanden. Anfänglich haben die Charlas in einem feuchten Keller oder in der Gasse vor dem Büro stattgefunden. Danach wurden Container gekauft. So entstanden ein weiteres Büro und Charlaräume im Hafen. Von dort wurde firmm jedoch vertrieben. Zuerst noch an einen anderen Standort am Strand und dann wurden die Container von der Stadtverwaltung nach hartnäckigen Anzeigen von Drittpersonen ganz verboten. In der Not mietete firmm das sich beim Hafen befindende "Centro" an. Auch dieses musste gründlich saniert werden und ist heute sogar rollstuhlgängig. Es dient heute hauptsächlich als Vorlesungssaal für die Kursteilnehmer und die Studenten der Universität Basel. Schon Prof. Senn hatte dort mit viel Leidenschaft Studenten unterrichtet. Er war Mitgründer der Stiftung und hat unter anderem aufgezeigt wie firmm Forschung betreiben soll.

Wie alles begann 1999 mit Containern am Hafen Prof. Senn, der Mann der ersten Stunde 

firmm‘s Forschung soll die Bereiche "Erforschung der Artenvielfalt", "Foto-Identifikation", "Mapping" und "Planktonforschung" umfassen.

Katharina zeigt einen Film von Tom Forster aus dem Jahr 2002. Neben dem, dass man anhand der Qualität der Filme sehen kann, wie viel Zeit seither vergangen ist, kann man in dem Film auch noch über 3m grosse Thunfische sehen. Heute werden diese höchstens noch 2 m gross.

Danach stellt Katharina die firmm-Boote der vergangenen 20 Jahre vor. Angefangen hatte alles im Jahr 1998 mit einem Zodiac. Dann folgte die "Fundacion firmm" im Jahr 1999 mit 12 Plätzen. Nachdem ein Brandanschlag den Motor zerstörte, trübten ständige Pannen die Ausfahrten. Im Jahr 2006 folgte dann mit der "firmm UNO" ein sehr schnelles Boot, welches 24 Personen befördern konnte. Leider war es nicht nur schnell, sondern es waren nach den Ausfahrten auch häufig alle klatsch nass! So folgte 2008 die "firmm Spirit" mit 63 Plätzen und im Jahr 2009 die "Fly Blue". Die "Fly Blue" war sehr beliebt. Jedoch musste der Captain ohne Sicht fahren, da alle Leute vor seinen Fenstern standen. Seit 2016 steht darum neben der "firmm Spirit" auch die "firmm VISION" im Einsatz. Sie hat Unterwasserfenster, bietet Platz für 116 Passagiere (2 Rollstuhlplätze) und wurde eigens für die Bedürfnisse von firmm gebaut.

Die ersten Boote der firmm 

Zwischen der Vorstellung der Boote zeigt uns Katharina immer wieder Filme und Fotos. Sie dokumentieren eindrückliche Erlebnisse wie z.B. die Totgeburt eines Grindwales und wie die Mutter zuerst ihr und dann dem ganzen Boot das totgeborene Baby gezeigt hatte. Wie Pottwale sich in einer Sternenformation gemeinsam mit mehreren Grindwalen aktiv an der Trauer beteiligten.

Ausserdem kam ihm Jahr 2009 mit "The last Giants" ein 90-minütiger Dokumentarfilm in die Kinos, welcher von Daniele Grieco mit deutschen Fördergeldern gedreht wurde und in Berlin Vernissage feierte.

Es folgten diverse Auftritte von Katharina im Schweizer Fernsehen unter anderem bei "Reporter", "Horizonte", "10vor10", "Aeschbacher" und "Brisant“ (deutsches Fernsehen).

Am 1. April 2012 eröffnete das grosse Hafenlokal und die Charlas können nun dort abgehalten werden. Es wurden in den 20 Jahren ca. 17'000 Charlas, von 320 Volontären und Volontärinnen für 293'000 Touristen gehalten!

Auch weitere Projekte wurden angegangen. In Marokko sollte ein Delfin-Resort entstehen. Trotz vielen Bemühungen, viel Herzblut, zahlreichen Planungen und kostspieligen Studien, unzählig investierter Energie kam im Jahr 2014 das endgültige Aus für das Projekt. Accobams hat den Import von Grossen Tümmlern verboten. Da Marokko selber keine Delfinarien besitzt, machte der Standort somit keinen Sinn mehr.

Katharina zeigt uns weitere Filme zu einer Pottwal-Paarung im Jahr 2013, zu den Erlebnissen eines Großvaters und seiner Enkelin im Jahr 2014 in einem Kurs und einen FIRMM-Film von Sebastian Kanzler, ebenfalls aus dem Jahr 2014.

Auch im Jahr 2014 konnte Ran Levy den Film "A fashion Designer" auf den Färöer Inseln in diversen Schulen zeigen. Damit können die Kinder, dort wo Wale noch brutal getötet werden, sensibilisiert und ihnen eine ganz andere Seite der Grindwale gezeigt werden.

Im Jahr 2015 wurden 250 Grindwale auf den Färöer Inseln an einem einzigen Tag getötet. Auch firmm beteiligte sich mit einem Film von Sebastian Kanzler an der Stand-up-Aktion von Sea Shepherd.

Danach zeigt Katharina weitere wunderschöne Fotos von uns bekannten Tieren.

Es folgte das Zeitalter der Drohnen: ein Drohnenfilm über einen Pottwal aus dem Jahr 2016, aus dem Jahr 2017 von Sebastian Kanzler die Filme "Finnwale" und "letzte Ausfahrt am 5. November 2017" sowie der Drohnen Film "Abschied nehmen von Tarifa und dem Meer".

Danach dankt Katharina noch diversen Medien die im vergangenen Jahren über firmm berichtet haben und diversen Leuten die firmm mit Dienstleistungen und Sachspenden oder auch anderweitig unterstützt haben.

Das nächste 21. firmm Treffen findet am 16. Februar 2019 statt.

Der Termin für das nächste Treffen 2019n 

 

Somit geht auch das 20igste Jubiläums-firmm-Treffen um 21.30 zu Ende. Katharina dankt allen für das Erscheinen und wünschte eine gute Heimreise.

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