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firmm-Chronologie

1997

Weihnachten 1997: Eine schicksalhafte Begegnung mit Delfinen und Grindwalen vor Tarifa verändert das Leben der Schweizer Modedesignerin Katharina Heyer von Grund auf. Sie hängt ihre Karriere an den Nagel, um sich ganz dem Schutz der bedrohten Tiere zu widmen. Als Ausländerin mit knappen Spanischkenntnissen wird sie erst einmal an der Nase herumgeführt. Doch Katharina stürzt sich voller Vertrauen in das Abenteuer.

1998

Frühjahr 1998: Gründung der Stiftung firmm und Eröffnung eines Geschäftslokals in Tarifa. Freunde packen mit an, aus der heruntergekommenen ehemaligen Bar in der Calle Pedro Cortés 4 (heutiges Hauptoffice) einen kleinen Verkaufshop mit Büro einzurichten. Erste Saison mit Beobachtungsfahrten in die Straße von Gibraltar mit dem firmm-eigenen Zodiac „Beluga“ und dem gecharterten Boot der Tauchschule Scorpora. Datenerfassung und Vorträge für Kursteilnehmer. Die Zusammenarbeit mit Orka-Forscher Diego erweist sich als Sackgasse.

1999

Aufnahme der bis heute geltenden Forschungsmethoden: a) Artenvielfalt mit Protokollierung aller Sichtungen, b) Foto-Identifikation zur Erfassung von Populationen und Wanderungen, c) Mapping der auftauchenden Walarten. Neues Boot „fundación firmm“.

2000

Saison voller Probleme, Sturmschäden am Boot, ca. 50 % der Fahrten müssen wegen Starkwind abgesagt werden. Petition gegen den Neubau von Delfinarien in Europa eingereicht.

2001

2001 finden bereits 3 Kinderlager statt. Sämtliche Forschungsdaten 1999/2000 werden von spanischen Biologen entwendet. Petition für die Einstellung der Walfangaktivitäten der Japaner zur Unterstützung der internationalen Unterschriftensammlung lanciert.

2002

Erneuter Sturmschaden am Boot. Die Datenbank für das „Long finned Pilotwhale Project“ wächst. Aufnahme der regelmässigen Vorträge über Orkas für die einheimischen Fischer, Ausbau der Schulbesuche, Grossveranstaltung mit Schulkindern in Marbella. Katharina sucht in Marokko nach einer geeigneten Bucht für ihr geplantes Dolphin Sanctuary und wird in Ras Laflouka fündig.

2003

Neuer Rekord mit 1373 Delfin- und Walsichtungen. Intensivierung der Forschungs- und Aufklärungsarbeit. Meeresbiologe Jörn Selling und Diego Diaz Piñero, Kapitän und Mechaniker, stossen zum Team.

2004

2004: Das kleine Boot weicht Ende Saison dem neuen „UNO“ (24 Plätze. Beginn der bis heute anhaltenden jährlichen Besuche von Prof. David Senn mit Studierenden der Universität Basel zur Planktonforschung in der Straße von Gibraltar.

2005

Forschung und Information können weiter ausgebaut und professionalisiert werden. Spaniens Verpachtung der Fischereirechte an die Japaner führt zum Aufenthalt eines Fabrikschiffs im Hafen von Tarifa, wo Tonnen roter Thunfische abgeschlachtet werden.

2006

Rekordbesucherzahlen, in der Hochsaison stehen erstmals beide Boote gleichzeitig im Einsatz. Sichtungen steigen auf 1870, weniger als 1% Nullfahrten. Neu kann Katharina auf die tatkräftige Unterstützung von Officemanagerin Nina Cziczek zählen.

2007

Ein grösseres Boot wird nötig. Anstellung eines zweiten Kapitäns für die ganze Saison, Sebastian Gonzalez. Erstmals reist die Touristikfachschule Academia Engiadina mit Schülern zur Mikroskopierung von Plankton und zur Erstellung einer Access-Databank an. In den vergangenen 10 Jahren hat firmm zwischen 5000–7500 Kurzvorträge mit über 50 Volontären in 5 Sprachen gehalten. Beginn der Zusammenarbeit mit den Aldiana Hotels in Chiclana und Alcaidesa. Ein toter Buckelwal strandet bei Zahara. Highlight: Pottwal-Paarung!

2008

Das Jahr der Strandungen (1 Grindwale, 1 Schnabelwal und sogar 1 Pottwal). Schiessmanöver des spanischen Militärs in der Meerenge. Leider werden wieder Grindwale mit Schnittwunden gesichtet, die auf Kollisionen mit Booten zurückzuführen sind. Für firmm schwierige 11. Saison mit bangem Warten auf das neue Boot bis zur Jungfernfahrt am 14. August. Dank Kapazitätserhöhung nur noch 450 Beobachtungsfahrten. Neu im Team: Eduardo Montana Peralto, Marinero. Schätzungsweise 1500-1600 Kurzvorträge vor den Bootsfahrten durch Volontär/innen, dies ist ein neuer Rekord.

2009

Erfolgreiche Saison mit neuen Rekordzahlen sowohl bei den Besuchern als auch bei den Sichtungen. Neue Vorschriften zu den erforderlichen Kapitänsbrevets lähmen kurzzeitig den Betrieb. Der Dokumentarfilm „The Last Giants – Wenn das Meer stirbt“ über die Wale und Delfine in der Strasse von Gibraltar und Katharina’s Arbeit läuft im September in den deutschen Kinos an.

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