Erlebnisse und Eindrücke einer Kursteilnehmerin
11.06.2009 17:36 von firmm Team
Text und Fotos: Monika Wittwer
Voller Erwartungen flog ich am Sonntag nach Spanien. Am Montagmorgen begann die Kurswoche mit einer Einführung von Katharina über die Stiftung firmm und die verschiedenen Meeresbewohner der Strasse von Gibraltar. Am Nachmittag ging’s dann zur ersten Ausfahrt mit der „firmm Spirit“. Bei unserer ersten Fahrt sahen wir Grindwale und Grosse Tümmler. Bei der zweiten Fahrt zeigten sich die Tümmler von ihrer verspielten Seite. Sie grüssten uns mit ihrer Fluke und zeigten ihre schönsten Kunststücke.


Am Dienstag blies der Levante so stark, dass wir leider nicht ausfahren konnten. So unternahmen wir mit Jörn eine Wanderung auf die Sanddüne im etwa 15km entfernten Bolonia. Am Rand der Düne fanden wir Versteinerungen aus früheren Riffs.
Am Mittwoch konnten wir wieder zweimal ausfahren, diesmal mit der „firmm Uno“. Es war richtig toll, als die Grossen Tümmler zum Schiff angeschwommen kamen. Im kleinen Boot hat man das Gefühl, direkt mit den Delfinen im Meer zu sein.

Auch einen Mola Mola (Mondfisch) konnten wir bei dieser Tour aus der Nähe bestaunen.

Am Donnerstag war der Levante erneut zu Besuch, und so stand wieder ein Ausflug mit Jörn auf dem Programm. Diesmal ging's an die nahe gelegene Felsküste. Bei Ebbe kann man die unterschiedlichsten Meereslebewesen finden. Diese haben wir auch reichlich gefunden: Seeigel, Seegurken, Seesterne, Anemonen und Einsiedlerkrebse.

Am Freitag verliessen wir den Hafen mit der „firmm Spirit“ zu unserer fünften und letzten Tour. Das Wetter war alles andere als freundlich, es regnete stark. Doch kaum waren wir aus dem Hafen, blinzelte auch schon die Sonne durch die Wolken. Wir begegneten einer Familie Gestreifter Delfine mit einem Jungen. Ein paar Gewöhnliche Delfine zeigten sich auch kurz in der Nähe des Schiffes. Zum Schluss tauchte noch eine Schule von Grindwalen mit Jungtieren auf.

Am Ende des Tages war ich ein wenig enttäuscht, dass ich die ganze Woche weder Finn- noch Pottwale gesehen hatte. So meldete ich mich spontan als Touristin für die Tour vom Sonntagmorgen an, kurz vor meiner Abreise. Und wie es das Schicksal so will, sichteten wir zwei Pottwale. Es ist einfach imposant zu sehen, wenn diese bis zu 18m langen Tiere ihre Fluken präsentieren, bevor sie dann in die Tiefe des Meeres abtauchen.

Ich habe in diesem Kurs sehr viel dazu gelernt. Jörn hat uns mit verschiedenen interessanten Vorträgen deutlich vor Augen geführt, was wir Menschen schon alles zerstört haben und es leider immer noch tun. Seine Worte sind teilweise sehr hart und direkt, aber nur so wird es hoffentlich allen für längere Zeit bewusst bleiben.
Die Woche war leider viel zu schnell vorbei, und so trat ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge die Heimreise an. Lachend über die tollen Begegnungen mit den faszinierenden Meeresbewohnern, weinend, weil mir noch deutlicher bewusst geworden ist, dass ihre Lebensgrundlage durch unseren rücksichtslosen Umgang mit der Natur zerstört wird.
Ich danke Katharina und Jörn für diese tolle und eindrückliche Woche. Eure Arbeit ist bemerkenswert!


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