Wale und Delfine in der Straße von Gibraltar

foundation for information and research on marine mammals

esenfr

Jahresrückblick Forschung 2005

Datenaufnahme

Wie in den letzten Jahren wurden die Datenaufnahme und die Fotoidentifikationen ausschliesslich von den Guides auf dem Whale-watching Boot gemacht. Die in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Senn von der Universität Basel erarbeiteten Protokolle zur Datenaufnahme wurden mit den Erweiterungen letzten Jahres weiter verwendet. Es wurden insgesamt ca. 1560 Sichtungen registriert.

Datenverarbeitung / Arbeiten

Der vereinbarte Finnwaldatenaustausch mit dem Biologen Mario Dutti hat die Berechnungsbasis für Auswertungen über diese selten zu sichtende Art konsolidiert.

Die Bestandsabschätzung der Grindwale mittels Fotoidentifikation und die Einrichtung von Müllkontainern für die Fischer im Hafengelände konnten wegen des überwältigenden Arbeitsaufwands dieser Saison nicht abgeschlossen werden.

Die Identifikationsfotos der Grindwale und Tümmler wurden von Bettina Baader bearbeitet. Prof. Senn hat wieder mit Studenten der Uni Basel die Plankton Analyse in der Strasse von Gibraltar fortgeführt.

Neue Erkenntnisse

Neue Sichtungen

Es wurden im Vergleich zur Saison 2004 keine neuen Arten vor Tarifa gesichtet. Die seltenen Sichtungen von Rundkopfdelfinen (Grampus griseus), Zwergwale (Balaenoptera acutorostrata) und Cuvier Schnabelwale (Ziphius cavirostris) sind ausgeblieben (laut Seenotrettungsmannschaft sollen allerdings die Rundkopfdelfine wieder im September in der Bucht von Gibraltar aufgetaucht sein – es könnte ein Indiz für Wanderverhalten sein). Dafür wurden in der Bucht von Gibraltar, in der wir wegen des häufigen Starkwinds gefahren sind, zumindest unsererseits zum ersten mal Pottwale, zum zweiten mal Grindwale und zum dritten mal Grosse Tümmler gesichtet.

Jörn Selling, Biologe firmm®
Tarifa, 31. Okt. 2005