Wale und Delfine in der Straße von Gibraltar

foundation for information and research on marine mammals

esenfr

Jahresrückblick Forschung 2004

Datenaufnahme

Wie in den letzten Jahren wurde die Datenaufnahme und die Fotoidentifikationen ausschliesslich von den Guides auf dem Whale-watching Boot gemacht. Die in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Senn von der Universität Basel erarbeiteten Protokolle zur Datenaufnahme wurden dieses Jahr mit Erweiterungen verwendet. Die neu eingeführte Fotoidentifikation von Großen Tümmlern wurde fortgesetzt.

Datenverarbeitung / Arbeiten

Die elektronische Datenverarbeitung, die die Frage, ob sich unter Berücksichtigung von Strömungen und Gezeiten der Aufenthaltsort der Gewöhnlichen Grindwale (Globicephala melas vorhersagen) ließe, beantworten sollte, wurde abgeschlossen. Die Ergebnisse bestätigen die Vermutung eines Zusammenhangs.

Der letzte Saison vereinbarte Finnwaldatenaustausch mit dem Biologen Mario Dutti hat die Berechnungsbasis für Auswertungen über diese selten zu sichtende Art erweitert.

Wir haben dieses Jahr das digitale Archivierungssystem für die Identifikationsfotos fortgesetzt und konsolidiert. Für die Analyse mittels der Software „Darwin“, haben sich die Aufnahmen mit der leistungstärkeren Digitalkamera mit höherer Auflösung gut bewährt.

Neue Erkenntnisse

Neue Sichtungen

Die im Jahr 2001 aussergewöhnlich lange Anwesenheit von Pottwalen (Physeter macrocephalus) hat sich nicht wiederholt. Eine Einzelsichtunge eines Zwergwals bestätigt die Anwesenheit dieser Art in der Gegend, nachdem wir 2 davon letzte Saison gesichtet hatten. Dazu kommen drei Sichtungen von Rundkopfdelfinen (Grampus griseus), eine unsererseits und 2 durch die Konkurrenz. Es hat sich wahrscheinlich um dieselbe Gruppe gehandelt die einige Wochen in der Strasse von Gibraltar verweilt hat. Zusätzlich wurden zum ersten mal Cuvier Schnabelwale (Ziphius cavirostris) gesichtet. Es handelte sich um eine Gruppe von 30-40 Tieren die Richtung Atlantik zog.

Jörn Selling, Biologe firmm®
Tarifa, 30. Dez. 2004