Jahresrückblick Forschung 2003
Datenaufnahme
Wie im letzten Jahr wurde die Datenaufnahme und die Fotoidentifikationen ausschliesslich von den Guides auf den Ausfahrten zum Whale-watching gemacht. Die in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Senn von der Universität Basel erarbeiteten Protokolle zur Datenaufnahme wurden auch dieses Jahr verwendet, wenngleich einige Erweiterungen für das nächste Jahr sinnvoll erscheinen. Dieses Jahr wurde begonnen auch Große Tümmler zu fotografieren um sie anhand ihrer Finne zu identifizieren.
Datenverarbeitung / Arbeiten
Im Rahmen einer Maturarbeit hat sich Anic Jenni (Gymnasium Biel, Schweiz) dieses Jahr mit dem Thema »GRINDWALE- Das Verhalten der Gewöhnlichen Grindwale in der Strasse von Gibraltar« beschäftigt. Mit Hilfe der von uns gesammelten Daten, der Beobachtungen während der Ausfahrten und der Informationen aus den Kursen hat sie Antworten auf diese Frage gesucht.
Wir haben dieses Jahr das digitale Archivierungssystem für die Identifikationsfotos fortgesetzt und damit begonnen, sie mit Hilfe der Software "Darwin" zu analisieren. Die Qualität der Aufnahmen konnte durch die Akquisition einer Digi-Cam mit höherer Auflösung verbessert werden.
Neue Erkenntnisse
Als Resultat der freiwilligen Arbeit von Malte Müller liegen auch die Verbreitungskarten aller beobachteter Tierarten von 2002 als digitale Kartenbilder vor. Er hat die räumlichen Daten mit Hilfe eines Geografischen Informationssystems (GIS) aufbereitet. Jahreszeitliche Unterschiede in der räumlichen Präferenz werden weiter ausgewertet.
Einige Vermutungen über Verhalten und Schwimmrichtung in bezug auf den Tiden-Koeffizient werden rückwirkend analisiert.
Neue Sichtungen
Die im Jahr 2001 aussergewöhnlich lange Anwesenheit von Pottwalen Physeter macrocephalus hat sich wiederholt. Auch die Orcas wurden bis September gesichtet. Zwei überraschende Einzelsichtungen hatten wir von Zwergwalen. Dazu kommen zwei Sichtungen der selben Art von andern Biologen, mit denen ein Austausch der Finn- und Zwergwalsichtungsdaten vereinbart wurde. Es wurde ein Grindwal mit Angelhaken gesichtet, der von einer der vielen Privatjachten stammt, die auf Thunfischfang quer durch die Schulen fahren. Ein tot in der Straße von Gibraltar treibender Grindwal konnte leider nicht untersucht werden. Er war von der schnellen Fähre "Balearia" gerammt worden.
Jörn Selling, Biologe firmm®




Jahresrückblick 2004