Wale und Delfine in der Straße von Gibraltar

foundation for information and research on marine mammals

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Archiv für 30. März 2008

Auch die Pottwale sind da!

30. März 2008

In den folgenden Tagen sahen wir auf jeder Fahrt Pottwale. Es sind momentan 3 Tiere hier und wir vermuten, dass diese nicht weggezogen sind im Winter. Es wurden von den Fischern verschiedentlich Pottwale gemeldet und selber hatte ich von der Fähre aus im Januar auch 2 abtauchende Pottwale gesehen. Ob es diejenigen sind, die wir im Juli und August bei einer Paarung beobachtet hatten, können wir momentan noch nicht sagen. Bericht von Katharina Heyer, firmm

Pottwal beim-abtauchen web

Foto: K.H., firmm

Am 08.07.2007 und am 02.08.2007 haben wir Paarungen von Pottwalen beobachtet. Von der Pottwal Sichtung am 8. August 2007 sind uns kürzlich von Martina Herder aus Berlin hochinteressante Fotos zugeschickt worden. (Text von Katharina Heyer, firmm )

Es handelte sich bei jener Sichtung, gemäß unseren Biologen, ohne Zweifel um Paarungen. Auf den Fotos sieht man den Unterkiefer und die Schwanzflosse des seitlich liegenden Pottwals. Nun sind wir mächtig gespannt, ob wir dieses Jahr in der Strasse von Gibraltar Nachwuchs bekommen! (Text von Michael Casanova)

Pottwalmaul web

web Fluke Pottwal

Fotos: Martina Herder, Kommentar von Michael Casanova

Gestrandete Schnabelwale

30. März 2008

Montag den 17.03 wurden wir von einem gestrandeten Wal in Kenntnis gesetzt. Er sollte sich laut Aussagen, an der Steilküste befinden. Wir fanden ihn dann an der Stelle, wo wir normalerweise den Rückweg nach der Felsenriff Wanderung antraten. Es handelte sich um einen Schnabelwal, vermutlich um einen Cuvier Schnabelwal. Die Art wird so gut wie nie gesichtet und als sehr selten auftretende Art in der Straße von Gibraltar, beschrieben. In der Vergangenheit, am 02.08.04 wurden von unserer Crew 40 Schnabelwale gesichtet die nach Westen zogen, vermutlich waren diese auch Cuvier Wale.

Courier W

Der Wal war frisch erhalten und duftete noch nicht, war aber schon aufgeschnitten worden. Die Organisation CREMA führt Statistiken über gestrandete Schildkröten und Meeressäuger und entnimmt auch Proben um die Todesursache zu klären. Nachdem wir ihn besichtigt hatten erfuhren wir, dass vor einem Monat ein anderer Schnabelwal in der Nähe gestrandet war. Schnabelwale sind sehr gute Taucher (über 1000 Meter tief) und ernähren sich hauptsächlich von Tintenfischen. Meistens halten sie sich am Rand der Kontinentalsockel auf, dort wo diese steil auf den Meeresgrund abfallen und Unterwasser-Schluchten bilden.

Schnabelwal

Foto: Nadine Cremer, firmm

Erste Finnwale der Saison 2008

30. März 2008

Bericht von Jörn Jörn web

Meine erste Ausfahrt in der neuen Saison begann gleich mit meinen Lieblingen, den Finnwalen. Der Tag begann eher mit verhaltener Stimmung weil die Backbord-Maschine nicht anspringen wollte. Es hatte sich ein Schmutzpfropfen in der Diesel Leitung gebildet und der musste erstmal von dem Matrosen Diego und dem Kapitän Sebastián herausoperiert werden. Die Gäste haben deshalb 2 Stunden gewartet.
Kaum waren wir dann endlich ausgelaufen traue ich meinen Augen nicht, die Rückenflosse eines kleinen Finnwals tauchte vorne links vom Boot auf, ungefähr 700 Meter entfernt. Beim zweiten Mal erschien neben ihm ein großer Wal, entweder seine Mutter oder sein Partner.
Wir fuhren neben den gemächlich nach Westen ziehenden Tieren her als Sebastián einen Pottwal meldete, dessen Blas in 3 km Entfernung in der Sonne leuchtete. Diego meldete noch einen zweiten. Die Pottwale waren aber zu weit entfernt und wir hofften sie später noch mal zu sichten. Es erwies sich aber als unerfüllter Wunsch, immerhin konnten wir an deren Stelle Grindwale und viel gut aufgelegte Tümmler beobachten.
Es hat sich für die Gäste also gelohnt zu warten, ohne den Schmutzpfropfen hätten wir die seltenen Finnwale nicht gesehen.

F wale

Finnwale

zwei-Pottwale web

Pottwal

Fotos: firmm

Start der Saison 2008

30. März 2008

Nach der vier ein halb monatigen Pause war am 15. März Saison Start und dank schönem Wetter fuhren wir auch gleich zum ersten Mal hinaus. Wir studierten die Tidentabelle und fuhren Richtung Pueblo Blanco, südlich von Tarifa. Ich muss zugeben, meine innere Spannung war gross: würden wir die Wale und Delfine finden? Vor allem die Frage welche? Oder hatte sich evtl. ihr Verhalten verändert über den Winter?
Umso erfreuter waren wir, als wir sie auf Anhieb fanden: 15 Grindwale, dabei 2 Jungtiere und sogar ein Neugeborenes! Die Nr. 117, ein uns bekannter Grindwal war dabei, und diesmal mit einem Jungen! Wir werden die 2 beobachten, ich vermute jedoch, dass die Nr. 117 die Mutter ist und somit künftig als Weibchen klassifiziert werden kann.

Grindwal 117 web

Foto: Katharina Heyer, firmm

Unweit fuhr ein Riesenfrachter mit einer Prachts-Bugwelle vorbei und vorne sprangen ein Dutzend grosse Tümmler. Heimlich wünschte ich mir, dass die Tümmler sich absetzen und zu uns schwimmen würden. Es dauerte tatsächlich nicht lange und ich sah wie sie angejagt kamen. Zur Freude unserer Gäste, begann eine herrliche Begrüssungsshow mit Sprüngen, spyhopping und tailslapping mit Anspritzen der Leute! Auf der Heimfahrt begegneten wir dann noch einer Schule Gestreifter Delfine.
Sie sind also noch da, all die verspielten Tümmler, Gestreiften Delfine und die Familien der Grindwale mit ihren Jungen.

Tümmler web

Grindwale web

Fotos: firmm